Exkursion nach Speyer

TEILEN

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Geschichte vor Ort“ im Leistungskurs Geschichte haben wir eine Stadtführung durch die Stadt Speyer selbst geplant und durchgeführt. Dabei lernten wir mehrere bedeutende historische Orte kennen.

Unsere Exkursion begann am Altpörtel, dem alten Stadttor von Speyer. Es ist eines der höchsten und bedeutendsten erhaltenen Stadttore Deutschlands und diente früher als wichtiger Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Von dort aus gelangten wir in die Altstadt, die mit ihren engen Gassen, historischen Gebäuden und Plätzen einen guten Eindruck vom Leben in vergangenen Jahrhunderten vermittelt.

Während unseres Rundgangs haben wir einige Stolpersteine entdeckt, die in den Gehwegen verlegt sind und an jüdische Bürgerinnen und Bürger sowie andere Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Sie verdeutlichen, dass Geschichte nicht nur durch große Bauwerke, sondern auch im Alltag der Menschen sichtbar wird.

Anschließend besuchten wir die „Alte Münze“, die einen ehemaligen Standort des Reichskammergerichts darstellt. Dieses Gericht war die höchste juristische Instanz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

Danach gingen wir zum Speyerer Dom, auch Kaiserdom genannt. Er ist UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Besonders beeindruckend ist seine Architektur und seine Bedeutung als Grablege mehrerer deutscher Kaiser und Könige. Die Kaisergräber befinden sich in der Krypta, die der älteste erhaltene Teil des Doms ist.

Zum Schluss besuchten wir das Judenviertel. Hier konnten wir einige Teile der alten Synagoge begutachten und auch in die sogenannte Mikwe, das jüdische Frauenbad, welches zur religiösen Reinigung genutzt wurde, herabsteigen.

Insgesamt war die Exkursion sehr interessant und lehrreich, da wir die Geschichte Speyers direkt vor Ort erleben konnten.

Ein gemeinsamer Abschluss auf dem Weihnachtsmarkt rundete das Erlebnis ab.

Text: Chiara Weber, MSS 11
Fotos: Marcus Stern

Weitere Beiträge