Im Rahmen des Sozialkundeleistungskurs-Unterrichts von Frau Kauderer führten wir Schülerinnen im Dezember 2025 ein digitales Interview mit Christine Schneider, Mitglied des Europäischen Parlaments für die CDU. Ziel war es, Einblicke in die europäische Politik und die Arbeit einer Europaabgeordneten zu erhalten. Vorab bekam Frau Schneider Fragen, die wir im Sozialkundeunterricht vorbereitet hatten. Frau Schneider nahm sich die Zeit, auf alle unsere Fragen detailliert zu antworten. Dadurch war das Gespräch sehr informativ und wir haben viele neue Eindrücke über die Arbeit einer Abgeordneten des Europäischen Parlaments bekommen. Zu Beginn betonte Frau Schneider die große Verantwortung, die mit ihrem Amt verbunden ist.
Themen, über die wir gesprochen haben, sind die Bedeutung der Automobilindustrie, der Ukrainekrieg, Klimaschutz und Migrationspolitik. Besonders interessant war für uns das Thema Führerschein, da es in unserem Alltag aktuell eine große Rolle spielt. Frau Schneider kritisierte unter anderem die hohen Kosten für den Führerschein in Deutschland und verwies auf günstigere Regelungen in anderen EU-Staaten.
Im Hinblick auf den Umgang mit extremistischen Parteien machte sie die klare Haltung der CDU deutlich. Es gebe eine Brandmauer zur AfD, keine Zusammenarbeit und keine gemeinsamen politischen Initiativen. Ein Parteiverbot halte sie für schwierig; stattdessen sprach sie sich für Ursachenforschung, politische Bildung und demokratische Vielfalt aus.
Ein weiteres Thema war die Förderung des europäischen Gedankens, insbesondere bei jungen Menschen. Wir waren uns einig, dass die EU mehr Zusammenhalt und mehr Öffentlichkeit in unserem Alltag braucht. Gemeinsam mit Frau Schneider haben wir über neue Möglichkeiten nachgedacht, wie z.B. einen Podcast zum Alltag eines EU-Abgeordneten oder mehr Präsenz in den Sozialen Medien, um die EU jungen Menschen näher zu bringen. Des Weiteren betonte sie die Bedeutung von Austauschprogrammen und politischer Bildung, um den europäischen Gedanken zu fördern und um europäische Freundschaften zu schließen.
Aus unserer Schülerinnensicht war das Gespräch sehr aufschlussreich, da es einen direkten Einblick in die Arbeit einer Europaabgeordneten ermöglichte. Viele politische Entscheidungen, die im Unterricht oft abstrakt wirken, wurden dadurch verständlicher und praxisnaher. Besonders deutlich wurde, wie komplex europäische Politik ist und wie wichtig es ist, sich aktiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen.
Lilly Ruff, MSS 12