Mein Sozialpraktikum im Jugendzentrum Böhl-Iggelheim vom 20.01.2025 bis zum 30.01.2025 war eine sehr spannende und auch erstaunliche Erfahrung. Während dieser Zeit bekam ich einen Einblick hinter die Kulissen und habe dabei gemerkt, dass man als Besucher nur einen Teil der Arbeit wahrnimmt. So hat mir dieses Praktikum gezeigt, wie viel Organisation und Planung hinter den verschiedenen Bereichen des Jugendzentrums steckt.Unsere Betreuerin hat eine andere Praktikantin und mich von Anfang an begleitet und uns die Aufgaben erklärt. Am ersten Tag lernten wir direkt alltägliche Aufgaben kennen wie Fegen und Einkaufen. Neben diesen Aufgaben gab es auch viel Büroarbeit und organisatorische Dinge, so gestalteten wir Flyer für Veranstaltungen z.B. für den Lätareumzug im März oder das Kinderferienprogramm in den Sommerferien, halfen bei der Vorbereitung des Café International, wo Flüchtlinge und Einheimische sich treffen und untereinander austauschen können. Außerdem unterstützten wir die Kinder und Jugendlichen bei verschiedenen Aktivitäten. Besonders schön fand ich es, mit den Kindern zu basteln, zu spielen und sie bei ihren Ideen zu begleiten, damit sie diese umsetzen können.Ein weiteres Angebot ist das gemeinsame Kochen mit den Jugendlichen an zwei Abenden. Es war interessant mit anzuschauen, wie die Jugendlichen sich aktiv beteiligten und Freude daran hatten. Ein Teil der Arbeit besteht auch in der Erziehung der Jugendlichen in manchen Fällen. Anfang der zweiten Woche halfen wir unter anderem beim Streichen der Wände und übernahmen verschiedene Haushaltsaufgaben. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Angebote und wie wichtig das Jugendzentrum für die Kinder und Jugendlichen ist. Es bietet ihnen einen sicheren Raum, der als zweites Wohnzimmer gedacht ist, wo sie sich wohl fühlen können. Da ich selbst als Kind und Jugendliche das Jugendzentrum oft besucht habe, habe ich mich schnell eingefunden und eine gute Bindung zu den Mitarbeitern aufbauen können. Der Beruf Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagoge wird leider unterschätzt und zu wenig wahrgenommen, da er sowohl körperliche als auch mentale Anstrengung und Kraft benötigt. Ich bin sehr dankbar für die Zeit im Jugendzentrum, in der ich nicht nur praktische Erfahrungen gesammelt habe, sondern auch gelernt habe, wie wichtig soziale Arbeit ist. Die Zusammenarbeit mit den anderen Praktikanten und dem Team war schön, und ich habe viele neue Erkenntnisse gewonnen. Dieses Praktikum hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich für andere zu engagieren, und ich kann es jedem empfehlen, der Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat.
Die Praktikumsmesse, die nach dem Sozialpraktikum folgte, ermöglichte den Achtklässlern Inspirationen für ihr eigenes Sozialpraktikum in der neunten Klasse zu sammeln. Die Schüler der neunten Klasse bereiteten Präsentationen und Plakate über ihr Sozialpraktikum der vergangenen zwei Wochen vor und standen als Ansprechpartner zur Verfügung. Insgesamt war es eine gute Idee, die viele verschiedene Einblicke gab und bei der Wahl des eigenen Sozialpraktikums helfen konnte.
— Jolie Rünger, 9a
Erfahrungsbericht – Sozialpraktikum im Jugendzentrum Böhl-Iggelheim



